Leseempfehlung zum Wochenende

Momentan spannt mich die Uni etwas ein, ich entschuldige mich für das längere Schweigen. Bald wird es hier auf dem Blog hoffentlich wie gewohnt weitergehen. 😉

Derweil möchte ich auf andere philosophische Blogs und Beiträge verweisen, die ich gerne gelesen habe:

  • Slippery Slopes: Themenreihe „Identity Politics“

    Das lesenswerte philosophische Online-Magazin Slippery Slopes behandelt in einer aktuellen Reihe erfrischend, klar und zuweilen humorig das Thema „Identity Politics“ und alte, neue Linke:

    Alexander Staudacher, Privatdozent an der Uni Magdeburg, wagt eine Kritik der political correctness „von links“: „Politische Korrektheit leistet nicht nur einer falschen Hierarchie der Probleme Vorschub, sie begünstigt auch eine verzerrte Wahrnehmung der Realität: Wer ständig Fragen der politischen Korrektheit thematisiert, trägt zu dem Eindruck bei, dass wir in einer Welt leben, die ihre Probleme soweit im Griff hat, dass es vornehmlich noch um Fragen der Etikette geht.“ Inwiefern linke Identitätspolitik für rechte Identitätspolitik mitverantwortlich ist, fragt sich Arnd Pollmann, und Thomas Hoffmann beleuchtet die Evolution der Linken von revolutionärer Gesinnung bis zur „Poplinken“.

  • Ryôsuke Ohashi – Die „Sinnesvergessenheit“ und die Compassion. Versuch einer Weiterführung der Philosophie der Kyoto-Schule

    Ryôsuke Ohashi ist Professor emeritus an der Technischen Universität Kyôto. In seinem Beitrag auf Philosophie Indebate stellt er im Anschluss an den heideggerschen Terminus der Seinsvergessenheit und die Philosophie der Kyotoer Schule um Kitarô Nishida ein Konzept der Sinnesvergessenheit vor, welches das typisch westliche Verständnis von Sinn und Sinnlichkeit zu erweitern sucht:

    Diese „Sinnesvergessenheit“ im doppelten Sinne ist eine Art der, oder die ursprüngliche Art der „Selbstvergessenheit“, die nicht unbedingt bloß negativ zu verstehen ist. Sie kann auch in der Richtung der „Reinen Erfahrung“ im Sinne Kitarô Nishidas aufgefasst werden, in dem Subjekt und Objekt „noch nicht getrennt sind“ […], wobei dieser Zustand „vor der Spaltung in Subjekt und Objekt“ zugleich auch der Ausgangspunkt ist, von dem aus die „Spaltung in Subjekt und Objekt“ beginnt. Wenn man z.B. fühlt: „Der Wind ist kühl“, so ist der Wind kein Gegenstand für mich. In dieser Wind-Erfahrung bin ich in eins mit dem Wind.“

Weitere Lesetipps dürfen gerne in den Kommentaren ergänzt werden.

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