Kants ‚Grundlegung zur Metaphysik der Sitten‘: Comic Strip

Kants berühmter Kategorischer Imperativ durchläuft in der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten verschiedene Stufen der Ausformulierung. Da geht es erst um eine Maxime, die allgemeines Gesetz werden soll, dann um dieselbe, die Naturgesetz werden soll, dann um die Menschheit als Zweck an sich selbst, dann um die Selbstgesetzgebung bzw. Autonomie des Willens und schlussendlich um die Freiheit des Willens und Kants Grunddualismus zwischen Sinnen- und Verstandeswelt, der die ganze Sache erst möglich macht.

Eigentlich haben wir es dabei aber mit einer wunderbaren tautologischen Struktur zu tun, denn das Sittengesetz selbst, so Kants Überzeugung, ist jedem Menschen ganz natürlich beigegeben. Bloß wurde es in der Vergangenheit durch allerlei „vernünftelnde“, falsche Philosophie und die eigene Bestrebung des Menschen, es seinen sinnlichen Neigungen besser anzupassen, verdeckt und verdunkelt, sodass es nun eines kritischen Kants bedarf, um es gleichsam zu entschleiern und für die (philosophische) Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

Wo wir bei der Lektüre der Grundlegung gestartet sind, kommen wir aber im Grunde auch am Ende an, nämlich beim guten Willen selbst. Nicht auf eine äußere moralische Vorschrift kommt es Kant an, sondern auf die Aufdeckung desjenigen Gesetzes, das unserer vernünftigen menschlichen Natur schon immer inhärent ist; auf die Aufklärung der nicht weiter erklärbaren Tatsache, dass wir das Gute wollen.

Hier also die Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, stark vereinfacht und in Kürze:

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